Sportschützenverein 1993 - 2001
Berthold Apel holte sich 1993 den Titel des Gauschützenkönigs und durfte um die Würde des
Landesschützenkönigs in Wiesbaden kämpfen. Er erreichte in Wiesbaden
Platz 6. Der Verein initiierte über mehrere Jahre ein Schüler- und Jugendpokalschießen, zu dem teilweise über 100
Teilnehmer aus der gesamten Region in Baunatal zu Gast waren. Das Luftpistolenteam mit Neuzugang Jörg Keßler gewann in Frankfurt den Aufstiegskampf zur Landesklasse und schlug sich dort beachtlich. Mit dem Luftgewehr schaffte das Team Horn, C. Kuhaupt, Weber und Nödler während der Runde 1993 den Aufstieg in die Regionalklasse, Dieter Weber belegte den 3. Platz bei den Landesmeisterschaften und die zweite KK-Mannschaft stieg in die Gauklasse auf. Das Luftpistolenteam erreichte im Hessenpokal das Finale und musste sich jedoch in Frankfurt dem Bundesligisten Dietzenbach geschlagen geben. Mit der Freien Pistole
schossen unsere Aktiven in der Regionalklasse und holten gleich mehrmals
den Titel. Doch es wurde nicht nur geschossen - in jedem Schützenjahr zählten Veranstaltungen wie Sommer- oder Oktoberfest, Fahrten, Arbeitseinsätze, Rad-Orientierungsfahrten, Biathlon-Veranstaltungen der das legendäre 8- Waffen-Turnier (mit Zwille, Speerwerfen, Blasrohr) zum Programm der Schützen. Wann immer ein Verein zum Pokalschießen einlud, waren die Baunataler Schützen gefürchtete Gäste. Teilweise waren die Erfolge so zahlreich, dass die Pokale in einem Korb nach Baunatal befördert werden mussten. Selbst beim Tiroler Landesschießen in Innsbruck startete 1995 erstmals eine Gruppe Aktiver mit gutem Erfolg. Den sportlichen Höhepunkt bildete im März 1997 der Aufstieg des Luftpistolenteams in die 2. Liga West. Im Dortmunder Leistungszentrum maß das Team Tölle, Reiting, Keßler, Kuhaupt und Opfermann sein Können mit den Besten des Landes und schaffte im Jahre des 70-jährigen Vereinsbestehens
den Aufstieg. Als einziger Verein veranstaltete der SSV Baunatal im Oktober 1997 seinen Heimkampf in der 2. Liga, an dem die Teams aus Ettingshausen, Steindorf und Essen beteiligt waren, in der Baunataler Rundsporthalle als öffentliche Veranstaltung. Dank des großen Arbeitseinsatzes vieler Mitglieder wurde dieser Wettkampf die Grundlage zum finanziellen Erfolg des Abenteuers - leider klebte der Mannschaft das Pech an den Läufen, so dass nach fünf unglücklichen Niederlagen mit je 2:3 Einzelpunkten der Abstieg folgte. Im Jahre 1998 übernahm der Vorsitzende Reinhard Herz die Führung des Schützenkreises Kassel-Stadt, wahrend die Luftpistolenschutzen mit Martin Rabe als Verstärkung noch einmal den Versuch
unternahmen, in die 2. Liga aufzusteigen. Die zweite KK-Mannschaft stieg in die Gauklasse auf und gemeinsam mit den beiden anderen Baunataler Vereinen stellten wiederum viele freiwillige Helfer den staunenden Hessentagsbesuchern 1999 den Schießsport mit Hilfe zweier
Laserschteßanlagen vor. Im gleichen Jahr übernahm Georg Nödler die Vereinsführung, da sich sein Vorgänger verstärkt um die Nachwuchsarbeit kümmern wollte. Während die Bogensportler im Jahr 2000 zu einem Partnerstadtbesuch nach Vire aufbrachen und die KK-Mannschaft aus der Region Nord und die LPSchützen aus der Hessenliga abstiegen, reiften im Verein wieder einige große Talente heran. Erneut entführten die Baunataler Aktiven in Innsbruck beim Landesschießen in mehreren Disziplinen jede Menge Schillinge nach Baunatal. Helmut Steffens setzte sich in
der neugeschaffenen Disziplin Bogenlaufen durch und wurde Hessischer
Landesmeister. Als zweiter Baunataler Schütze holte sich Harald Reuter im Jahr 2001 den Titel des Gaukönigs, belegte aber beim Landesschießen in Willingen nur den 5. Platz, obwohl ihm der inzwischen zum
Gauschützenmeister avancierte Reinhard Herz kräftig die Daumen drückte. 2001 begann dann mit dem Sieg beim Jahrgangsbestenschießen sowie mit zwei Landesmeistertiteln die „Ara Kontny“. Mit Marvin Reiting stand ein
weiteres Talent in der Jugendklasse dreimal auf dem „Stockerl“ im
Landesleistungszentrum.
|